Das Wirtshaus im Spessart - Mixed Media - Digitally Created Art - Clemens Niewöhner

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Das Wirtshaus im Spessart

Magisches

Das Wirtshaus im Spessart

(Zubehör: Die vier Buben, Damen, Könige und Asse aus einem Skatspiel)


Eines Abends saß der Wirt über der mageren Ausbeute seiner Tageskasse und überlegte, ob er sein Geschäft nicht aufgeben sollte. Denn übel beleumdet als Räuberspelunke wollte in diesem Gasthaus niemand mehr übernachten.Da klopfte es an der Wirtshaustür. Der Wirt öffnete und sah mit erstaunten Augen vor sich vier Handwerksburschen, die sich im Wald verirrt hatten und nun nach einem Zimmer für die Nacht fragten. "Eins?, rief der Wirt, "vier könnt ihr haben!' Und so geschah es. (Legen Sie die vier Buben Mit der Bildseite nach oben nebeneinander in eine Reihe!)

Zufrieden legte der Wirt sich schlafen. Doch nicht lange blieb sein Schlummer ungestört. Erschreckt wachte er von einem Rumpeln unten auf dem Hof auf. Und als er seine Laterne aus dem Butzenfenster streckte, um nachzusehen, wer seine Ruhe störte, da sah er, wie eine Kutsche mit gebrochenem Rad über das Kopfsteinpflaster geschleppt wurde. Der Kutsche folgten schlammbespritzt mit hochgeschürzten Röcken vier Damen. Schnell eilte der Wirt die Treppe hinunter und öffnete mit tiefer Verbeugung die Tür."Herr Wirt," sprach die eine, wir sind so weit gelaufen, wir sind so erschöpft, wir wollen nichts weiter als ein Bett, um uns auszuruhen." - "Ausgerechnet heute sind alle meine Zimmer belegt,' jammerte der Wirt. Und als die Damen von den Handwerksburschen erfuhren, meinten sie: "Ach was, wir sind so erschöpft, wir legen uns angekleidet dazu, dann wird uns wohl nichts geschehen!'Und so nahm die Geschichte ihren Lauf. Und nachdem die Damen sich zu denHandwerksburschen gelegt hatten, (Legen Sie auf jeden Buben eine Dame) ging auch der Wirt zurück in seine Schlafkammer, voll innerlicher Unruhe, ob das wohl gut gehen würde.

Er hatte kaum seine Stube erreicht, als ein lautes Poltem und Klopfen an der Gasthaustür ihn erschreckt zusammenfahren ließ. Grimmig eilte er die Treppe herab, um diesen ungehobelten Gästen Bescheid zu geben. Er riss die Tür auf und erstarrte. Vor ihm standen vier Fürsten, die sich auf der Jagd verspätet hatten. "Holla Herr Wirt, schafft uns ein Abendbrot und ein Quartier, wir sind hungrig und müde!""Hochedle Herren,' dienerte der Wirt, "Brot, Käse und Wein werde ich Euch gleich herbeischaffen, doch meine Zimmer sind schon doppelt belegt. Da müsst Ihr heute Nacht mit den harten Wirtshausbänken vorlieb nehmen." -"Kommt gar nicht in Frage!",wurde ihm erwidert."Wir sind weiche Federbetten gewohnt!" Und als der Wirt ihnen während des Abendessens berichtet hatte, meinten sie:"Ach was, wo für zwei Platz ist, recht es auch für drei!' Und so geschah es. (Verteilen Sie auch die Könige!)

Der Wirt hatte kaum das Geschirr beiseite geräumt, da pochte es leise. Entgeistert schaute der Wirt auf und sah durch die Scheiben schemenhaft einige Gestalten. "Das darf doch nicht wahr sein?“, dachte er und eilte zur Tür.Draußen standen vier ... (Setzen Sie hier eine beliebige Gruppe ein), die sich auf ihrer Heimreise .... verspätet hatten, jeder für sich ein As. Auch sie baten um ein Nachtquartier. Kommt rein!', meinte der Wirt resigniert, "die Zimmer sind zwar schon dreifach belegt, aber die Betten sind groß, da passt ihr auch noch rein." Und so geschah es. (Die vier Asse kommen auf die Könige. Sie legen nun die vier Kartenstapel aufeinander und drehen den Stapel um)

Nun muss man wissen, dass im Laufe der Jahre die Renovierung aufgrund der schlechten Geschäftslage ein wenig zu kurz gekommen war. Es gab daher nur eine Toilette auf dem Gang. Und um Mitternacht begann das Gerenne zum"stillen Ortchen". Mal ging da die Tür, mal hier. (Demonstrieren Sie das, indem Sie abheben lassen. Achten Sie aber genau darauf, dass nie in mehr als zwei Päckchen abgehoben wird.)

Endlich kam das Haus wieder zur Ruhe und jeder kehrte in sein Zimmer zurück. (Verteilen Sie die Karten mit der Bildseite nach unten wieder in einer Viererreihe auf dem Tisch!) Das Haus und seine Bewohner fielen in einen tiefen Schlummer. Doch nicht lange!

Ein lautes Hämmern und Klopfen weckte den Wirt, der voller Entsetzen hörte: "Holla, Herr Wirt, öffnet die Tür. Hier spricht die Polizei. Herr Wirt, wir haben Kenntnis bekommen, dass Sie Angehörige unterschiedlicher Stände in einem Zimmer beherbergen!"Zitternd öffnete der VVirt der Obrigkeit die Tür, die ihn beiseite drängte und in das erste Zimmer stürmte. Und was fanden sie? ... Auch im nächsten Zimmer hatten sie kein Glück. Hier waren ... Im dritten Zimmer warteten .... Und auch im vierten .....Unverrichteter Dinge rnusste die Polizei wieder abziehen. Der Wirt lud seine Gäste zu einem ausgiebigem Frühstück. Gutgelaunt nahmen sie Abschied voneinander und erzählten noch lange die Geschichte vom "Wirtshaus im Spessart".

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